Unsere Kernkompetenz:
Wasserstraßenbau und Hochwasser­schutz

Geschäftsfelder

Die beiden Geschäftsfelder unseres Unternehmens sind der Ausbau von Wasserstraßen und der Ausbau des Hochwasserschutzes. Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt derzeit auf dem Donau­ausbau zwischen Straubing und Vilshofen in Niederbayern.

Im Einzelnen erbringen wir Leistungen in folgenden Fachbereichen:

  • Bauherrenaufgaben
  • Projektsteuerung
  • Objekt- und Tragwerksplanung
  • Geotechnische Untersuchungen
  • Maschinen- und Elektrotechnik
  • Hydrologische Berechnungen und hydraulische Modellierungen
  • Vermessungsarbeiten
  • Umwelt- und Landschaftsplanung
  • Vergabe und Vertragsabwicklung
  • Bauüberwachung
  • Rechtsverfahren
  • Grunderwerb

Alles aus einer Hand

Die RMD Wasserstraßen GmbH übernimmt für die Bauherren die Planung und Abwicklung der Baumaß­nahmen, einschließlich Grunderwerb, Verfahrens­begleitung, Bauüberwachung und Abrechnung. Bauherren für den Ausbau der Wasser­straße sowie für die Verbes­se­rung des Hochwasser­schutzes sind die Bundes­republik Deutschland und der Freistaat Bayern.

Der Donauausbau in Niederbayern

Bereits vor dem verheerenden Hoch­wasser im Juni 2013 wurde durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Bayern entschieden, die Donau im Streckenabschnitt Straubing - Deggendorf nach der flussregelnden Variante A auszubauen. Der bayerische Ministerrat hat darüber hinaus im Februar 2013 beschlossen für die gesamte Strecke von 69 Kilometern ein umfassendes Hochwasserschutz­konzept nach Variante A zu erstellen.

Die im Dezember 2012 fertig gestellte EU-Studie bietet sowohl für den Hoch­wasserschutz als auch für den Ausbau der Wasserstraße eine erschöpfende Planungsgrundlage. Auf Basis dieser Planungsgrundlage wurden in unserem Haus die Detailplanungen für den Hoch­wasserschutz und den Wasserstraßen­ausbau intensiv vorangetrieben. So konnte im Sommer 2014 bereits mit der Einleitung des Planfeststellungsver­fahrens für den Ausbau der Wasser­straße und des Hochwasserschutzes zwischen Straubing und Deggendorf beantragt werden. Im Frühjahr 2016 fanden hierzu insgesamt 17 Tage lang Erörterungstermine statt. Im ersten Halbjahr 2018 soll dann das Planfest­stellungsverfahren für den Strecken­abschnitt Deggendorf – Vilshofen eingeleitet werden.

Wasserstraßenausbau:

Konkretes Ziel der Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse ist die Erhö­hung der Abladetiefe durch Vergröße­rung der Fahrrinnentiefe um mindes­tens 20 Zentimeter bei Niedrigwasser. Gleichzeitig sollen die bestehenden Verhältnisse in Bezug auf die fortschrei­tende Sohlerosion, auf die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs und auf die Fahrrinnenunterhaltung optimiert werden.

Hochwasserschutz:

Die Verbesserung des Hochwasser­schutzes im Streckenbereich von Straubing bis Vilshofen hat die Erhö­hung des Schutzgrades im bestehen­den Hochwasserschutzsystem von etwa HQ30 auf HQ100 zum Ziel. Die zugehörigen Wasserspiegellagen sollen so weit abgesenkt werden, dass unter Berücksichtigung aller bisherigen Hochwasserschutzmaßnahmen im Verfahrensgebiet ein einheitlicher Schutzgrad entsteht. Gleichzeitig sollen wesentliche nachteilige Auswirkungen sowohl auf die Unterlieger als auch innerhalb des vorliegenden Planungs­abschnittes vermieden werden.

Durch mehr als 30 bereits umgesetzte vorgezogene Hochwasserschutzmaß­nahmen wurden mehrere dicht besie­delte Bereiche wie Straubing, Bogen, Deggendorf Stadt, Hofkirchen und Irlbach bereits mit neuen Schutzan­lagen vor einem 100-jährlichen Hochwasser der Donau geschützt.

Weitere vorgezogene Hochwasser­schutzprojekte sowohl oberhalb als auch unterhalb von Deggendorf werden parallel in die Genehmigungsverfahren gehen bzw. derzeit bereits baulich realisiert.

Die EU Studie zum Donauausbau

Der Donauausbau in Niederbayern war gerade im Streckenabschnitt Straubing – Vilshofen lange Jahre mit verschie­densten Ausbauvarianten Mittelpunkt einer bisweilen auch hoch emotional geführten Debatte. Um in Sachen Donauausbau voranzukommen, hat der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee im Juli 2007 bei der EU Fördermittel für ein Arbeitspro­gramm beantragt, das der Politik auf Basis ausführlicher wissenschaftlicher Planungen, Untersuchungen und Erhebungen eine Entscheidung über den Donauausbau ermöglichen sollte.

Im Rahmen dieser sogenannten „EU-Studie“ wurden die Varianten A (fluss­regelnder Ausbau der Donau) und C280 (Ausbau der Donau mit einer Stütz­schwelle bei Aicha) von der RMD Wasserstraßen GmbH in Zusammen­arbeit mit diversen Fachbehörden des Bundes und des Freistaats Bayern in allen Bereichen bis in Planfeststel­lungstiefe untersucht und ausge­arbeitet. Damit sollte erreicht werden, dass nach der auf die EU-Studie folgenden politischen Entscheidung ohne weitere Verzögerung ein Genehmigungsverfahren für eine der beiden Varianten eingeleitet werden kann.

Die EU-Studie umfasste auch eine neuerliche Erhebung der Grundlagen­daten insbesondere im Bereich der Ökologie, da die aus dem Raumord­nungs­verfahren vorliegenden Daten nicht mehr „verfahrensfest“ waren, d. h. den Aktualitätsansprüchen der Planfeststellung nicht mehr genügen. Neben der technischen Planung zu den beiden Varianten wurden auch die Umweltplanung, d. h. die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen, die FFH-Verträglichkeit und die notwendigen Maßnahmen, die sich aus der Wasser­rahmenrichtlinie ergeben sowie ein komplettes Hochwasserschutz­pro­gramm für die ganze Strecke erarbeitet.

Die EU Studie wurde offiziell am 26. Oktober 2009 begonnen und Ende 2013 mit der Veröffentlichung aller Ergeb­nisse abgeschlossen.

Durch die Politik wurde dann im Nach­gang der Studie entschieden, die Donau nach der flussregelnden Variante A auszubauen sowie für den gesamten Streckenabschnitt Straubing – Vilshofen ein umfangreiches Hochwas­ser­schutz­­konzept zu realisieren.